Auf der www.wattwerker.de wächst seit März 2010 eine Liste von Liedern, die in den 70ern, 80ern und 90ern in den ostfriesischen progressiven Discos Old Inn, Meta und Fehnhaus und ähnlichen Läden gespielt wurden. Die Lieder stellen wir auch in unserem WebRadio und auf Radio Ostfriesland vor. Bei Radio Ostfriesland sind wir meistens live und im Chat kann man sich an der Sendung beteiligen. Wer Lust hat, kann gerne als Gast eine Sendung mit typischen Liedern und seinen Erinnerungen an damals mitgestalten. Aktuelle Infos immer auch in der Smartphone-App und zum Nachlesen bietet sich unser eBook an.
Mit oldigem Rock im Gruß

Presse

Frerich Geyken übergibt am 21. April 2017 während unserer Sendung die Spende an den Hospizverein Aurich - ein Artikel vom Ann-Kathin Stapf (ON)
Full House im Auricher Studio von Radio Ostfriesland.
Ein Klick auf Bild führt zum Artikel.

40 Jahre Old Inn in 2017 - ein Artikel von Christin Horrmann (ON) zur Survival-Fete
Veranstalter Frerich Geyken (rechts) hat alle Platten.
Hier im Gespräch mit Ingun und Uwe von den Wattwerkern.
Bild Christin Horrmann (Ostfriesische Nachrichten) 

Ein Klick aufs Bild führt zum Artikel.

"Warum ist Dir die Musik aus dem Old Inn eigentlich so wichtig?"
Zeitlos: Passende Frage, passende Überschrift.
Dank an Christin Hormann von den Ostfriesischen Nachrichten. (Quelle) 

Old Inn Aurich - Das zweite Zuhause
Ein Teil der ON-Serie "Wo wir tanzen gingen", geschrieben von Christin Horrmann.

Ingun im Interview mit den ON vom 20.März 2015

Die Ankündigung der ersten Wattwerker-Party im Glashaus in Moorlage ist als Bild hier eingestellt. (OZ vom 21. März 2014)

Drei Jahre Mucke vom Old Inn, Meta und Fehnhaus
Auricher Uwe Penske ist mit „Die Liste“ auf wattwerker.de online und seit dem 3. Oktober 2010 14-tägig bei Radio Ostfriesland
che Aurich. Es ist Donnerstagabend im März 2010. In der Auricher Markthalle wird Livemusik gespielt. Unter den Besuchern sind Uwe Penske und Birgit Arends. Aufgrund der Musik werden Erinnerungen an vergangene Zeiten im „Old Inn“ wach und Uwe Penske dachte laut über die tolle Musik in der legendären Auricher Alternativ-Disco an der Esenser Straße nach. Birgit Arends riet ihm daraufhin, dass er doch mal eine Liste seiner Lieblingsmusik von damals aufsetzen solle. Das war die Initialzündung zu „Die Liste“. Am darauffolgenden Tag erstellte Penske eine Liste mit seinen persönlichen musikalischen Favoriten aus der vergangenen Zeit im „Old“. Was erst nur eine Liste war, wurde zu einem Blog und dann zu einer Domain: www.wattwerker.de.


Seit März 2010 ist „Die Liste“ auf wattwerker.de online und bis heute auf aktuell über 1111 Interpreten mit gut 3100 Titeln angewachsen. Es sei immer schon das Ziel gewesen, eine Musikliste mit den typischen Liedern aus der Zeit zu sammeln, sagte Uwe Penske im Gespräch mit den ON. Im Laufe der Zeit waren es aber nicht nur die ehemaligen „OldGänger“, die sich auf der Seite tummelten. Auch die Besucher anderer AlternativeRock- und Independent-Diskotheken beteiligten sich an „Die Liste“ und stellten ihre Titel ein. Ob Musik aus dem „Tunis“ in Marx, aus dem „Fehnhaus“ in Großefehn oder von „Meta“ in Norddeich, alles wurde in „Die Liste“ eingetragen, was abseits des Mainstream einzuordnen war und ist.

Seit dem 3. Oktober 2010 ist „Die Liste“ nun auch als Bürgersendung bei Radio Ostfriesland im Programm. Uwe Penske und seine Frau Ingun moderieren die zwei Stunden Liveprogramm, das alle 14 Tage gesendet wird. Freitags und sonntags im Wechsel von 20 bis 22 Uhr werden die Klassiker aus vergangenen Tagen gespielt. Zum Team gehört auch Birgit Arends, die als Gründungsmitglied bis zum Frühjahr 2012 die Liste gepflegt hatte. Für die Statistik ist Volker Zielinski von der Listenwerkstatt in Oldenburg zuständig. Rolf Fooken und Weert Loerts übernehmen wie Uwe und Ingun Penske die Moderationen.
Quelle: Ostfriesische Nachrichten (Banik). 
Uwe Penske, Birgit Arends, Weert Loerts, Rolf Fooken und
Ingun Penske (v. l.) sind das Team 
hinter der Radiosendung
„Die Liste“ bei Radio Ostfriesland.
Nicht auf dem Bild: Volker Zielinski,
zuständig für die Listenstatistik.

Ein Klick auf's Bild führt zum begleitenden Interview auf www.on-online.de

Das Programm der Sendungen wird jeweils von geladenen Gästen gestaltet, die selber in den einzelnen Diskotheken regelmäßig zu Gast waren, gearbeitet haben oder sogar als Discjockey die musikalische Geschichte aktiv mitbestimmt haben. Am kommenden 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, jährt sich die Radiosendung zum dritten Mal. Am 29. September, der letzten Sendung im dritten Jahr, werden Highlights der vergangenen Jahre gespielt. Bis dahin gab es 69 Sendungen mit insgesamt 132 Stunden Sendezeit. 69 Gäste haben die Sendungen mitgestaltet und es wurden 1082 Lieder gespielt. In der ersten Sendung des vierten Sendejahres, am 11. Oktober um 20 Uhr, gibt es dann Klassiker, die jeder kennt. Nicht nur die Besucher der ostfriesischen Alternativ-Discos werden auf ihre Kosten kommen, sondern alle Liebhaber der „Oldschool“-Rockmusik können akustisch in Erinnerungen schwelgen. „Die Liste“, Playlisten der Sendungen und weitere Informationen gibt es unter www.wattwerker.de.
Carsten Heeren, Ostfriesische Nachrichten, 18. September 2013


Hier mal wieder was von Werner Jürgens im Heimatblatt vom 28. März 2012

Am 1. April 2012 steigt ab 19.30 Uhr in „Dinis Disco“ im Auricher Carolinenhof wieder eine „Old Inn“-Revival-Party.
Aurich.
Musik „im neuen Stil“ und „mit neuem Sound“ - so stand es im Frühjahr 1977 auf dem ersten Handzettel des „Old Inn“ zu lesen. Am 1. April 1977 öffnete die legendäre Diskothek in Sandhorst ihre Pforten. Genau 35 Jahre später steigt am 1. April 2012 in „Dinis Disco“ im Auricher Carolinenhof eine große „Old Inn“-Revival-Party, die mit Musik von damals an die guten alten Zeiten erinnern soll. Diskjockey Stefan Sauer, der noch selbst in Sandhorst aufgelegt hat, verspricht den Fans jede Menge, lange nicht mehr auf dem Tanzparkett gehörter „Old“-Klassiker und -Raritäten zu spielen.

1977, das kurz noch einmal zur Einordnung, war jenes Jahr, in dem der Film „Saturday Night Fever“ Premiere feierte und letztlich dem Disco-Fieber zum endgültigen Durchbruch verhalf. Doch das damit zumeist verbundene mondäne Schicki-Micki-Ambiente war längst nicht bei sämtlichen Jugendlichen angesagt. Speziell für eingefleischte Rock-Fans in Ostfriesland und Umgebung entwickelte sich das „Old Inn“ daher zu einer ebenso willkommenen wie wohltuenden Alternative.

Ob klassisch beeinflusste Rockmusik wie Jon Lords „Sarabande“, die erdige Blues-Stimme eines Eric Burdon oder die düster-schrägen Klänge von den frühen „The Cure“ - dies alles und noch viel mehr von dem, was so ungefähr stilistisch dazwischen lag, wurde im „Old Inn“ rauf und runter gespielt. Dass man in Sandhorst so manchen heißen Geheimtipp längst kannte, bevor er Trendsetter wurde, ist sicherlich nicht zuletzt der langjährigen DJ-Ikone Tony Räwer zu verdanken. Der inzwischen verstorbene leidenschaftliche Plattensammler hatte stets ein offenes Ohr für den Puls der Zeit und beeinflusste Generationen von „Old“-Gängern nachhaltig bei ihrer „musikalischen Sozialisation“.

Stefan Sauer hat davon ebenfalls profitieren können, wenngleich er seine Karriere als Diskjockey vor 25 Jahren zunächst in „Dinis Disco“ begann. Noch in den frühen 1980er Jahren bedeutete dieser Laden für das Klientel des „Old Inn“ ein absolutes rotes Tuch, weil sich das Konzept einfach zu sehr am kommerziellen Disco-Ambiente orientierte. Im Laufe der Jahre fand auf musikalischer Ebenen allerdings eine schrittweise Annäherung statt, weswegen Stefan Sauer fast folgerichtig später auch im „Old Inn“ auflegte.

Obwohl es 1999 für immer aus und vorbei war mit dem Diskotheken-Betrieb in Sandhorst, ist die Fangemeinde nach wie vor enorm. Es hat bereits diverse Revival-Partys in jüngster Vergangenheit gegeben. Für Stefan Sauer ist es jetzt die insgesamt dritte Veranstaltung dieser Art. Darüber hinaus läuft auf Radio Ostfriesland seit geraumer Zeit mit großem Erfolg eine Sendung, die regelmäßig Musik aus der „Old-Ära“ spielt. Auf der Internetseite der Macher dieser Sendung findet man eine Liste, in der Musikwünsche für die Revival-Party am 1. April eingetragen werden können (www.wattwerker.de). Stefan Sauer verspricht, so viele dieser Musikwünsche wie ihm möglich zu erfüllen.

Tickets im Vorverkauf für die „Old Inn“-Revival-Party am 1. April 2012 sind erhältlich in Aurich bei „Hein Gericke“, „Sixt“ und in „Dinis Disco“ sowie im Sandhorster „Inn Old“, dem Second-Hand-Laden, der sich jetzt in den Räumlichkeiten des ehemaligen „Old Inn“ befindet. Startschuss für die Party am 1. April in „Dinis Disco“ ist um 19.30 Uhr. Auch das entspricht einer guten alte „Old“-Tradition. Früher war es in Sandhorst nämlich tatsächlich so, dass sich bereits vor dem damals offiziellen Einlass um 20 Uhr lange Schlangen bis auf die Straße raus zu bilden pflegten, weil die Leute ja nichts verpassen wollten. wj




ON-Kommentar vom 2. Februar 2012

SEITENBLICK

Ausgerechnet: „Dinis“ feiert das „Old Inn“

Wer hätte das gedacht: Ausgerechnet in der Auricher Diskothek „Dinis“ startet eine „Old Inn-Revival Party“. Die gibt es – auf den Tag genau 35 Jahre nach der Eröffnung des legendären Musikschuppens in Sandhorst – am Sonntag, 1. April. Dies ist insofern bemerkenswert, weil es zu „Old“-Zeiten zwei Lager in Aurich gab: Entweder ging man ins „Dinis“ – oder ins „Old“. Nur zu späterer Stunde zog es dann auch überzeugte „Old“-Gänger ins „Dinis“ – die Disko im Carolinenhof hatte einfach länger geöffnet. Bei der Party am 1. April legen DJ Stefan (er arbeitete schon im „Old Inn“) und Uwe Penske die Musik auf, die damals schon in Sandhorst gespielt wurde. Für die Musikauswahl der 70er- und 80er-Jahre zeichnet übrigens das Listenteam von www.wattwerker.de verantwortlich. Unter dieser Internet-Adresse können Musikwünsche für die Party abgegeben werden. Ein „Old“-Dauerbrenner steht dort schon auf der Wunschliste: „The Four Horsemen“ von „Aphrodite‘s Child“.  
Matthias Hippen


ON vom 27. Dezember 2011 (Teaser auf der Titelseite)

OSTFRIESLAND
"Old" lebt in Herzen weiter

Die Auricher Diskothek "Old Inn" ist lange geschlossen. Dank engagierter Fans lebt der Kult-Tanzschuppen in Internet und Radio weiter.  Seite 7




Im Studio von „Radio Ostfriesland“ sorgen die Macher von „Die Liste“ – Ingun Penske, Birgit Arends, Rolf Fooken und Uwe Penske (v. l.) – dafür, dass die Erinnerung an das „Old Inn“ nicht verblasst – selbst am ersten Weihnachtsfeiertag.  Foto: Hippen


Und hier der ganze Text von Seite 7:

In den Herzen lebt das „Old Inn“ weiter
„Die Liste“ im Internet und bei „Radio Ostfriesland“ – mehr als nur eine Hommage an die legendäre Auricher Diskothek
Von Matthias Hippen

Aurich/Ostfriesland. Der Song „Gone Daddy Gone“ von den „Violent Femmes“ klingt aus den Boxen. Von lautstarker oder auch stiller Dröhnung aber keine Spur. Weder ziehen Rauchschwaden durch den Raum, noch tanzen Fans auf der Tanzfläche. Dafür stehen vier Musikfreunde vor Mikrofonen des Studios von „Radio Ostfriesland“ und präsentieren am ersten Weihnachtstag „Die Liste“. Zur besten Prime-Time, also ab 20 Uhr, spielen sie Lieder, die einstmals in den progressiven beziehungsweise alternativen Diskotheken Ostfrieslands aufgelegt wurden.

Am Anfang war das Auricher „Old Inn“. Zumindest für den Auricher Uwe Penske, den Macher der Internetseite www.wattwerker.de. Hier veröffentlichte er erstmals „Die Liste“. Sein Ziel war und ist, möglichst viele Titel der Lieder in Erfahrung zu bringen, die seinerzeit im „Old“ gespielt wurde. Denn im Gegensatz zu anderen Diskos wurde dort Musik abseits des Mainstreams aufgelegt. Titel aus den Hitparaden waren eher selten. Dafür kamen Krautrocker wie „Streetmark“, Rock-Legenden wie „Led Zeppelin“ oder „Deep Purple“ und manchmal auch Jazziges zum Zuge. Und während es nicht besonders schwierig ist, Titel aus den Hitparaden in Erfahrung zu bringen, tut man sich bei Liedern von „Camel“, „Cochise“ oder „The Sensational Alex Harvey Band“ schon schwerer.

Aber Uwe Penske ging es wie vielen anderen alten „Old“-Gängern: Die Melodien dudelten im Kopf, ließen einen auch nach Jahrzehnten nicht los. Die große Frage ist nur: Von wem ist das Zeug? Hier hilft „Die Liste“. Über 2000 Titel sind bereits eingestellt. Wer Zeit, Muße und die nötige Leidenschaft aufbringt, kann sich anhand der Daten die Lieder im Internet suchen und anhören.
Und hier lauert manches Aha-Erlebnis. Für Uwe Penske waren das unter anderem „Gerdundula“ von „Status Quo“. Es war eine Überraschung: Denn die Rocker um Frontman Francis Rossi haben nicht nur Party-Rock à la „Rockin’ All Over the World“ gemacht. Ein anderer Titel, bei dem die lange Suche für Uwe Penske und seine Frau Ingun endete, war „Sittin‘ In the Dark“ von Carolyne Mas – und zwar die lange Live-Version.
„Die Liste“ fand schnell viele Freunde im Netz und wuchs rasant an. Dabei entstand kurzfristig eine Art Generationenkonflikt. Penske, 50 Jahre alt, ging zu anderen Zeiten ins „Old“ als heute 40-Jährige. Titel von „Pearl Jam“, „Nirvana“ oder „Rage against the Machine“ spielten zu seiner Zeit noch keine Rolle. Da waren eher „Jane“, Lamont Dozier oder „Nazareth“ angesagt. Die Frage war: Welche Titel aus welchen Jahren dürfen auf die Liste? Und damit nicht genug.

Es waren nicht länger nur „Old“-Fans, die sich auf der Seite tummelten. Auch die Besucher anderer alternativer Diskotheken in Ostfriesland, zum Beispiel „Fehnhaus“ in Großefehn, „Tunis“ in Marx oder „Meta“ in Norddeich, waren zu Besuch, stellten ihre Titel zur Verfügung. Nun kamen die nächsten Fragen: Wurde „Live“ auch im „Old“ gespielt oder nur im „Tunis“?
Tja, Beweise gibt es keine, Erinnerungen von Zeitzeugen sind nicht immer objektiv und allzu akademisch sollte das Ganze sowieso nicht werden. Also tummelt sich inzwischen eine ganze Menge Lieder unterschiedlicher Jahrgänge und aus verschiedenen Diskotheken auf der Liste.
„Listenfee“ Birgit Arends übernimmt derweil die Aktualisierungen der Internet-Liste, und Penske wird nicht müde, um weitere Titel zu werben. Allerdings sollten sie schon in einer der besagten Diskotheken gespielt worden sein; aktuelle Lieder sollen keine Rolle spielen. Das würde ausufern, fürchtet Penske.
Aber wer will die Namen von Liedern nur lesen? Musik will gespielt, will gehört werden. Verlinkungen auf der Internetseite sind aus Gründen des Urheberschutzes schwierig. Die Seite sollte für Penske schließlich ein Hobby sein – und keine juristische Fallgrube, auf deren Boden die Forderungen von Gema & Co. lauern. Die Lösung kam in Form von „Radio Ostfriesland“.

Seit Oktober vergangenen Jahres geht „Die Liste“ hier auf Sendung, gibt es einmal im Monat Musik alter Schule, inzwischen sogar zwei Stunden lang. Zum festen Team gehört neben „Old Uwe“ Penske, seiner Ehefrau „Moderationsfee“ Ingun Penske und „Listenfee“ Birgit Arends auch „Dauerpraktikant“ Rolf Fooken. Die Resonanz auf die Sendung ist so groß, dass es inzwischen neben „Die Liste“ zwei weitere Sendungen gibt.
Jeweils freitags können nun Zeitzeugen einmal monatlich im „Old Inn Talk“ ihre Erinnerungen zum Besten geben. Die passende Musik dazu stellen die Macher dieser Sendungen selbst zusammen. Und in „2 Generationen“ legen Kinder und ihre Eltern gemeinsam Musik auf, sprechen darüber. Hier zeigen sich die Nostalgiker von „Die Liste“ großzügig, setzen die Beschränkungen außer Kraft. Dann ist musikalisch (fast) alles erlaubt.
Ein Live-Chat sowie ein Live-Stream sorgen für die nötige Verbreitung und haben sich inzwischen auch bei „Buten-Ostfreesen“ herumgesprochen. Penske und sein Team sorgen dafür, dass die Erinnerung nicht verblasst und das Ganze nicht in pure Nostalgie ausartet. Musik will schließlich gelebt werden. Und wie gesagt: Die zweite Generation steht schon in den Startlöchern.
Denn auch, wenn das „Old Inn“ schon lange geschlossen ist: In den Herzen seiner ehemaligen Besucher lebt die legendäre Auricher Disko weiter.

Info-Kasten:

Das „Old Inn“ im Radio
Die nächsten Termine der Sendungen auf Radio Ostfriesland:
6. Januar ab 20 Uhr: „2 Generationen“,
6. Januar ab 21 Uhr: „Old Inn Talk“,
22. Januar ab 20 Uhr: „Die Liste“,
3. Februar ab 20 Uhr: „2 Generationen“,
3. Februar ab 21 Uhr: „Old Inn Talk“,
19. Februar ab 20 Uhr „Die Liste“.




ON vom 20. Dezember 2011 (Kommentar auf der Titelseite)

SEITENBLICK
Der kleine Bürokrat im Rocker

Sex, Drugs & Rock‘n‘Roll? So‘n Quatsch! In Wirklichkeit sind Musikfans kleine Bürokraten. Denn für viele Tonenthusiasten geht ohne Listen gar nichts. Hier wird dokumentiert, in Reihe gebracht, der Geschmack bewertet und kategorisiert, dass sich die Balken biegen.Und dabei geht es nicht nur um Hitparaden. Welche Single, welches Album an welchem Tag an welcher Stelle der Charts stand, ist nur ein Aspekt des Listenwahns. Für Musikmagazine sind Listen überlebenswichtig, das Verkaufsargument schlechthin: Die schönsten und die hässlichsten Cover, die vielversprechendsten Debüts und die enttäuschendsten Erstveröffentlichungen, der Anteil nackten Fleisches beim Cover-Motiv in Prozent, die meisten Patzer im Konzert, die Länge der Barthaare, die Anzahl der gespielten Noten. Es gibt nichts, was der geneigte Musikfan nicht in Listen zu fassen in der Lage ist. 

Übrigens: In Aurich gibt‘s das auch. Die im Internet veröffentlichte Liste der seinerzeit in der Diskothek „Old Inn“ gespielten Lieder ist gewachsen und deutlich ergänzt worden. Wer mehr wissen möchte, sollte mal wieder unter www.wattwerker.de gucken.

Es lohnt sich – besonders für „Old“-Fans.
Matthias Hippen



und hier der ganze Artikel (Seite 11):

Sonntagsblatt vom 18.12.2011    Stadt und Land

Die Macher und Hüter der Liste (von links): „Old“ Uwe Penske, Moderationsfee Ingun Penske, Listenfee Birgit Arends und „Dauerpraktikant“ Rolf „Turbo“ Fooken. Bild: Jürgens

„Doch irgendwo im

Hinterkopf gespeichert ...“

Eine ganz besondere Liste mit Musiktiteln aus der Ära der Diskothek „Old Inn“ lockt regelmäßig viele Radiohörer in und um Ostfriesland vor die Lautsprecher.
Von WERNER JÜRGENS
Aurich.

Spätestens seit Nick Hornbys Roman „High Fidelity“ weiß man, wie gerne und enthusiastisch manche MusikFreaks ihre Favoriten in Listen zusammenfassen. So ähnlich geht es auch Uwe Penske. Gemeinsam mit drei Mitstreitern hegt und pflegt er eine Liste mit Titeln, die früher häufig in so genannten progressiven Diskotheken wie dem Sandhorster „Old Inn“ gespielt worden sind. Seit Oktober 2010 ist Musik aus dieser Liste einmal im Monat auf Radio Ostfriesland hören  (nächster Termin: 25. Dezember 2011 ab 20 Uhr).

„Als wir gestartet sind, hatten wir bloß eine Stunde zur Verfügung“, erinnert sich Uwe Penske, der 1961 geboren wurde und fleißiger „Old Inn“Gänger gewesen ist. „Mittlerweile machen wir zwei Stunden Programm.“ Das allererste Lied, mit dem es vor gut einem Jahr im Auricher Studio von Radio Ostfriesland losging, war „Don't Kill It Carol“ von „Manfred Mann's Earth Band“.
Selbst wem der Name dieser Gruppe geläufig ist, mag den Titel vielleicht trotzdem nicht auf Anhieb einordnen können. Das ist durchaus ganz im Sinne der Erfinder der Liste. „In erster Linie wollen wir die Erinnerung an die Songs von damals wach halten“, verrät Penske. „Im Prinzip stoßen wir ständig auf Sachen, die man fast vergessen, aber eben doch noch irgendwo im Hinterkopf gespeichert hatte.“

Schräge Geheimtipps

Zwei typische Beispiele hierfür sind das 1979 von der längst aufgelösten deutschen Gruppe „Streetmark“ veröffentlichte Lied „Lovers“ oder die extra lange Live-Version von „Sittin' in the Dark“ von der gebürtigen New Yorkerin, jedoch hauptsächlich in Kanada und Europa populären Carolyne Mas aus den frühen 1980er Jahren. Neben solchen und ein paar anderen, zum Teil recht schrägen Geheimtipps wie „Rufus Zuphall“ (eine Aachener Progressive-Rock-Band aus den 1970er Jahren) oder die „Roy Last Group“ (mit dem Sohn von James Last als Frontmann) bietet die Liste ebenso jede Menge hinlänglich bekannte Gruppen und Künstler. Von „AC/DC“ und David Bowie über „Fleetwood Mac“, „Jethro Tull“ und „Led Zeppelin” bis hin zu „Supertramp“ und „ZZ Top“ dominieren dabei vornehmlich die rockigen Töne.

Das stilistische Spektrum ist dennoch sehr breit gefächert, da vielerlei Spielarten wie Jazz, Folk, Funk, Reggae, Heavy Metal, Gothic, Grunge oder IndieRock mit einbezogen werden. „Im Kern geht es um die Musik, wie sie im 'Old Inn' und ähnlich ausgerichteten Diskotheken gelaufen ist“, beschreibt Penkse die Rahmenbedingungen. Als weitere Referenzlokalitäten nennt er unter anderem das „Tunis“(Marx), „Metas Musikschuppen“ (Norddeich), das „Fehnhaus“ (Ostgroßefehn), den „Hyde Park“ (Osnabrück), das „Milljöh“ (Warsingsfehn) und das Holtenpoort“ (Emden). Zeitlich gesehen liegt der Fokus tendenziell eher auf den 1970er und 1980er Jahren. Bands jüngeren Datums wie „Placebo“ oder „Nada Surf“ sind bewusst etwas rarer gesät. „An neuerer Musik nehmen wir nicht so viel mit rein, weil die Liste sonst einfach zu x-beliebig werden würde“, erklärt Penske. „Das droht ja so schon auszuufern.“

1959 Titel

Immerhin 1959 Titel von 749 Interpreten sind inzwischen (Stand: 12. Dezember 2011) auf der Liste erfasst worden. Die regelmäßigen Aktualisierungen besorgt Birgit Arends, die von ihrem Team dafür offiziell zur „Listenfee“ ernannt worden ist. „Old“ Uwe Penske kümmert sich um die Moderation, wobei er tatkräftige Unterstützung von seiner Ehefrau, der „Moderationsfee“ Ingun Penske und dem „Dauerpraktikanten“ Rolf „Turbo“ Fooken erfährt. Der Einsatz der zusätzlichen Kräfte hat sich gerade in den letzten Wochen bestens bewährt. Die Hörerresonanz auf die Liste ist nämlich dermaßen überwältigend gewesen, dass Penske und seine Mitstreiter seit Oktober 2011 zwei weitere Sendungen im Programm von Radio Ostfriesland anbieten. Jeweils an einem Freitag im Monat ist eine Stunde reserviert für Zeitzeugen, die über ihre Erlebnisse im Zusammenhang mit dem „Old Inn“ berichten. Dazu können sie gleich die passende Musik mitbringen und auflegen. Direkt vor diesem Talk findet im Studio ein generationsübergreifendes Treffen statt, wo Mutter und Sohn oder Vater und Tochter eine Stunde lang ihre persönlichen Lieblingstitel vorstellen und darüber sprechen. „Da ist dann von Metal bis hin zu Musical alles erlaubt, was gefällt“, verspricht Penske.


Eigene Homepage

Die Ereignisse rund um die Liste sind und werden auch im Internet dokumentiert. Neben einer Facebook-Seite gibt es eine eigene Homepage. Deren Adresse lautet: http://www.wattwerker.de/. Dort sind in alphabetischer Reihenfolge die Künstler und Bands mit ihren jeweiligen Titeln (zumeist inklusive der Angabe des Erscheinungsjahres und des dazu gehörigen Albums) sowie die nächsten Sendetermine aufgeführt. Außerdem findet man Link-Verweise zu Internetseiten über Diskjockeys, befreundete Diskotheken, Diskographien, OnlinePlattformen, Musiktools und dergleichen. Darüber hinaus sind nostalgische „Old Inn“Erinnerungsstücke (Eintrittskarten, Flyer etc.) abgebildet. Langfristig soll dieser dokumentarische Bereich zukünftig weiter ausgebaut werden. Dazu gehört eine Auflistung der Bands, die im Verlaufe der Jahre im „Old Inn“ aufgetreten sind. Zwar ist hier bereits ein Anfang gemacht ist. Aber da gilt es doch, noch etliche Lücken zu füllen. Nicht zuletzt deswegen hoffen Uwe Penske und sein Team weiterhin auf rege Beteiligung der Hörer. „Wer Lust hat, ist herzlich eingeladen, seine Sendung selber zu gestalten“, sagt Penske.
Kontaktanfragen und „listendienliche“ Hinweise jedweder Art können an folgenden EMail-Adresse geschickt werden: wattwerker@googlemail.com.

Die nächsten Sendetermine auf Radio Ostfriesland:

Sonntag, 25. Dezember 2011: „Die Liste“ (20 Uhr bis 22 Uhr)
Freitag, 6. Januar 2012: „2Generationen“ ( 20 Uhr bis 21 Uhr)
Freitag, 6. Januar 2012 : „Old Inn Talk“ ( 21 Uhr bis 22 Uhr)
Sonntag, 22. Januar 2012: „Die Liste“ (20 Uhr bis 22 Uhr)
Freitag, 3. Februar 2012: „2Generationen“ ( 20 Uhr bis 21 Uhr)
Freitag, 3.Februar 2012: „Old Inn Talk“ ( 21 Uhr bis 22 Uhr)


ON vom 24. September 2010 (Seite 8)

Das „Old Inn“ lebt im Radio wieder auf
Sendung mit beliebten Titeln der Auricher Kult-Disco wird am 3. Oktober ausgestrahlt
max Aurich. Die Sendung „Die Liste“ ist eine Hommage an die Auricher Diskothek „Old Inn“ und wird am Sonntag, 3. Oktober, in der Zeit von 20 bis 21 Uhr von „Radio Ostfriesland“ gesendet. Gespielt werden progressive Rock-Titel, wie sie seinerzeit auch im „Old“ zu hören waren. Denn: Die Begeisterung für die Auricher Diskothek reißt nicht ab. Vor über zehn Jahren geschlossen, bewegt die Erinnerung an die Sandhorster Kultdisco noch heute seine früheren Besucher.
Anlass der Sendung ist die Musikliste, die im Internet unter http://www.wattwerker.de/ zu finden ist. Der Sandhorster Uwe Penske legte hier den Grundstein für eine Auflistung alter „Old“-Klassiker und sorgte so bei zahlreichen Internetnutzern für Begeisterung. Gestern fanden sich dort 848 Songs von 397 Interpreten – allerdings wächst die Liste stetig, da Musikbegeisterte ständig neue Titel liefern. Neben bekannteren Stücken wie „Whole lotta love“ von „Led Zeppelin“, „School“ von Supertramp oder „The Passenger“ von Iggy Pop finden sich dort auch Kraut-rock-Perlen beispielsweise von „Streetmark“ oder fast 20-minütige Lieder von „Gong“ oder Jon Lord. Wer auf der Suche nach im „Old“ oder auch bei Meta, im „Miljöh“ oder Fehnhaus gespielten Songs ist, hat hier große Chancen, fündig zu werden.
Doch was nützt alleine der Titel? Um die Theorie mit entsprechenden Klängen zu untermalen, bereitet Penske derzeit die Sendungen für Radio Ostfriesland vor. Der Telekom-Mitarbeiter war selbst jahrelang „Butenostfriese“ und freut sich besonders über den Live-stream im Internet unter neu.radio-ostfriesland.com. So erhalten auch Auswärtige die Möglichkeit, in Erinnerungen zu schwelgen. Penske moderiert die Sendung auch, die künftig vierwöchentlich über den Äther bzw. die Datenautobahn gehen soll.
Penskes Ziel ist, die Liste im Internet bekannter zu machen, weitere Titel zu sammeln. Scherzhaft erklärt er: Die bis jetzt gesammelten Stücke reichen schon jetzt aus, zehn Jahre lang mit „Die Liste“ auf Sendung zu gehen...
Matthias Hippen

ON vom 12. August 2010 (Kommentar auf der Titelseite)

SEITENBLICK
Die „Old“-Nostalgie reißt nicht ab

Die Auricher Diskothek „Old Inn“ ist lange Geschichte. Dort, wo früher gerockt und getanzt wurde, stehen heute gebrauchte Waren im „Inn Old“ zum Verkauf, statt Barfuß-Tänzer gibt es Möbel auf der Tanzfläche. Doch die Erinnerung an die legendäre Disco reißt nicht ab. Es gibt „Old“-Revival-Partys selbst im Zollhaus in Leer. Nur hat nicht jeder Lust, die mittlerweile gealterten Knochen auf der Tanzfläche auszuschütteln. Aber auch denen kann geholfen werden: Im Internet gibt es unter der Adresse oldinn.blogspot.com eine Auflistung der Songs, die im „Old“ gespielt wurden. Da finden sich nicht nur Gruppen und Interpreten wie „Led Zeppelin“ oder Alex Harvey, sondern auch die weniger bekannten „Amon Düül II“, „Eroc“, „Gong“ oder „Streetmark“. Mit dieser Liste lässt sich lustig durch die Plattensammlung stöbern – oder im Internet nach den (legalen) mp3-Dateien suchen. Doof nur, dass nicht alle Titel im Netz erhältlich sind, besonders die Sachen der alten Krautrocker sind rar gesät. Aber, wie heißt es doch: Ohne Mühe keinen Lohn. Das gilt halt auch für „Old“-Nostalgiker.
Matthias Hippen

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